Shell Eco-marathon Europe eröffnet

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Staatsministerin Aigner trifft in München Studententeams TUfast Eco & Hydro2Motion;'' Copyright: shell.de

20 deutsche Teams dabei – 30. Auflage dieses weltgrößten Effizienz-Wettbewerbs

Ein Liter Kraftstoffverbrauch auf tausenden Kilometern Strecke: Mit diesem ehrgeizigen Ziel sind 20 deutsche Studenten-Teams mit ihren selbst konstruierten Fahrzeugen beim Shell Eco-marathon Europe in den Niederlanden angetreten. Unter tosendem Applaus der Zuschauer wurde am Freitag bei strahlendem Sonnenschein der Parcours im Herzen von Rotterdam eröffnet. Insgesamt stellen sich bis zum Sonntag rund 200 Mannschaften aus Europa und Afrika der Herausforderung. Nur Frankreich hat mit 57 angemeldeten Teams eine noch größere Delegation als Deutschland bei der 30. Auflage dieses weltgrößten Effizienz-Wettbewerbs. Es werden insgesamt rund 50.000 Besucher in der niederländischen Hafenstadt erwartet.

Staatsministerin Aigner trifft in München Studententeams TUfast Eco & Hydro2Motion;'' Copyright: shell.de
Staatsministerin Aigner trifft in München Studententeams TUfast Eco & Hydro2Motion;“ Copyright: shell.de

Auch in diesem Jahr wurden die Teilnehmer wieder vor neue Herausforderungen wie die Änderung der Fahrtrichtung auf der Wettkampf-Strecke gestellt. So wurde mehr Chancengleichheit für erfahrene Teilnehmer des Shell Eco-marathon und Neueinsteiger ermöglicht. Fahrerin Lisa Kugler vom Team TUfast Eco der Technischen Universität München sagte mit Blick auf die Streckenkenntnis: „Wir versuchen natürlich möglichst zu vermeiden, dass wir bremsen. Das verringert die Bewegungsenergie des Fahrzeugs.“ Der Sonnenschein sorgte bei den Teilnehmern nach vielen Regenschauern in den Vorjahren für gute Laune – bei einigen Teams allerdings ganz besonders. Auch Kuglers Team war froh: „Da wir auf Solarzellen als zusätzliche Energiequelle neben dem Akku setzen, hilft uns die Sonne, Energie zu sparen.“

Für Aufsehen hatte im vergangenen Jahr ein französisches Team mit seinem Prototypen gesorgt: 2.980 Kilometer mit einem Liter Benzin wurden für das Fahrzeug der Nachwuchsingenieure aus dem Nachbarland verbucht – eine Strecke so weit wie von München bis nach Casablanca. In einer anderen Kategorie hat auch eine deutsche Mannschaft einen Titel zu verteidigen: Ein Team der Hochschule Offenburg siegte 2013 im UrbanConcept-Klassement für Diesel-Antriebe.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka mit Chemnitzer Studententeam in Berlin, 23.04.2014; Copyright: shell.de
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka mit Chemnitzer Studententeam in Berlin, 23.04.2014; Copyright: shell.de

Die Herausforderungen für die Mobilität der Zukunft sind groß, der weltweite Energiebedarf wird sich angesichts der wachsenden Bevölkerung bis 2050 verdoppeln. Die Zahl der Fahrzeuge wird von heute gut 900 Millionen auf mehr als zwei Milliarden steigen. Ideen für nachhaltige Mobilität sind notwendig. Bundesministerin Wanka sagte: „Nur durch Forschung, Entwicklung und Innovation kann das Ziel einer bezahlbaren, umweltverträglicheren und nachhaltigen Mobilität für uns alle erreicht werden.“

Gefahren wird in zwei Kategorien: Im Gegensatz zu „UrbanConcept“ – hier müssen die Fahrzeuge auch für den Straßenverkehr geeignet sein – sind den Teams in der Kategorie „Prototyp“ bei der Konstruktion so gut wie keine Grenzen gesetzt. In beiden Kategorien stehen den Jungingenieuren sechs Antriebsarten zur Auswahl: Benzin, Diesel und die jeweiligen Kraftstoffalternativen sowie Elektromobilität via Brennstoffzelle oder Batterie.

Im Wettkampf müssen die Teams mit ihren Fahrzeugen zehn Runden auf dem Straßenparcours zurücklegen, um in die Wertung aufgenommen zu werden. Dabei dürfen sie das zeitliche Limit von 39 Minuten nicht überschreiten; die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt mindestens 25 km/h. Danach wird der Kraftstoffverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug gekommen wäre, wenn es einen ganzen Liter Kraftstoff oder dessen Gegenwert in Kilowattstunden verbraucht hätte. Sieger ist das Team mit der weitesten Strecke.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.05.2013, shell.de