Benzinpreise 2012: Auf und ab in neuer Rekordgeschwindigkeit

Werbung

Grafik
Copyright: Aral AG

361 Tage runter und hoch (Stand 27.12.) – Preiswettbewerb legt nochmals deutlich an Intensität zu – Preise in Deutschland im europäischen Vergleich nach wie vor günstig (ohne Steuern)

Das Auf und Ab der Kraftstoffpreise im deutschen Tankstellenmarkt erreichte im Jahresverlauf einen neuen Rekordrhythmus. Tägliche Preissenkungen an bisher 361 Tagen – von durchschnittlich 4,3 Cent pro Tag – machten an jedem dieser Tage eine Erhöhung notwendig. Vor zehn Jahren gab es in der gesamten Branche lediglich 73 Tage mit Erhöhungen. Ohne die Erhöhungsversuche hätte das Tankstellengeschäft nicht kostendeckend betrieben werden können.

Grafik
Copyright: Aral AG

Der monatliche Durchschnittspreis für einen Liter Superbenzin E5 lag im Januar mit 157,3 Cent auf dem Jahresstiefststand und schloss im Dezember mit 158,1 Cent. Im September erreichte er mit 171,8 Cent je Liter den Jahreshöchststand. Der durchschnittliche Dieselpreis verzeichnete im Juni mit 141,7 Cent das niedrigste und im September mit 153,6 Cent je Liter das höchste Niveau des Jahres. Im Dezember kostete Diesel im Monatsdurchschnitt 145,9 Cent.

GrafikOhne Steuern sind Kraftstoffe in Deutschland aber nach wie vor preisgünstig. Autofahrer hätten im Jahresmittel je nach Kraftstoffsorte nur 69 bis 78 Cent pro Liter be-zahlen müssen. Damit liegen die Kraftstoffpreise in Deutschland im unteren Drittel der 27 EU-Länder. Die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise verlief weitgehend analog zu den weltweiten Rohölpreisen und den Einkaufspreisen für fertige Produkte in Rotterdam: Der monatliche Durchschnittspreis für ein Barrel Rohöl (rund 159 Liter) startete im Januar mit 111,2 US-Dollar. Im April verzeichnete er mit 124,8 US-Dollar den höchsten und im Juni mit 96,3 US-Dollar den tiefsten Stand des Jahres. Im Dezember lag er bei 109,5 US-Dollar. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Barrel Öl rund 111,9 US-Dollar und übertraf damit das Vorjahresniveau nur leicht – um knapp einen Dollar. In Euro gerechnet verteuerte sich der Rohölpreis jedoch um rund acht Euro auf 87,0 Euro je Barrel und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Ursache dafür war der wesentlich schwächere Euro-/Dollarwechselkurs als in 2011.

„Die Dynamik der Preisbewegungen im laufenden Jahr belegt, dass der Wettbewerb im deutschen Tankstellenmarkt wie schon in der Vergangenheit funktioniert“, erklärt Aral Vorstand Stefan Brok Quelle Aral AG).

Zur Werkzeugleiste springen