Alle Jahre wieder: Dieselfahrzeuge vom Frost kalt erwischt

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Frau betankt ein Dieselfahrzeug
Bei extrem niedrigen Temperaturen sollten Dieselfahrer deshalb nicht bis zum Maximum volltanken, denn eine geringere Kraftstoffmenge im Fahrzeugtank wird durch den Rücklauf schneller erwärmt und die vorhandenen Paraffine lösen sich leichter auf; Copyright: Aral AG

Winterdiesel von Aral bis maximal minus 22 Grad Celsius kältefest

Aral Forschung: Fließverbesserer haben im besten Fall keine Wirkung

So sicher wie eisige Temperaturen den Winter begleiten, werden manche Autofahrer mit Dieselfahrzeugen vom Frost eiskalt erwischt: Das Auto springt nicht an und lässt sich ohne Pannendienst nicht mehr vom Fleck bewegen. Der Kraftstoff gehört dann schnell zu den Hauptverdächtigen für den Ausfall, doch tatsächlich ist der Diesel selbst nur noch in Ausnahmefällen und erst bei extrem niedrigen Temperaturen für den unfreiwilligen Stillstand verantwortlich.

Denn Marktführer Aral bietet an den 2.500 Tankstellen im Bundesgebiet den Diesel zwischen Mitte November und Ende Februar in Winterqualität an. Spezielle Additive sorgen dafür, dass Aral Diesel bis mindestens minus 22 Grad Celsius kältefest bleibt. Damit wird die gesetzliche Vorgabe noch um zwei Grad Celsius übertroffen.

Aral Ultimate Diesel versorgt den Motor sogar garantiert bis minus 24 Grad Celsius zuverlässig mit Kraftstoff. Unabhängige und eigene Tests zeigen, dass der Hochleistungskraftstoff sogar bis unter minus 30 Grad Celsius fließfähig bleibt.

Frau betankt ein Dieselfahrzeug
Bei extrem niedrigen Temperaturen sollten Dieselfahrer  nicht bis zum Maximum volltanken, denn eine geringere Kraftstoffmenge im Fahrzeugtank wird durch den Rücklauf schneller erwärmt und die vorhandenen Paraffine lösen sich leichter auf; Copyright: Aral AG

Bereits seit Anfang Oktober und noch bis zum 15. November wird so genannte Übergangsware angeboten: Dieser Diesel ist kältefest bis minus 10 Grad Celsius. Warum es bei niedrigen Temperaturen dennoch zu Problemen mit Dieselfahrzeugen kommen kann und welche Maßnahmen zuverlässig vor einem Fahrzeugausfall schützen, verrät Wolfgang Dörmer aus der Aral Forschung.

Paraffine flocken aus
Bereits bei Temperaturen von wenig unter null Grad Celsius flocken Paraffine als Bestandteil des Diesels aus und werden bei weiter fallenden Temperaturen als Trübung im Kraftstoff sichtbar. Spezielle Additive, die dem Winterdiesel bereits in der Raffinerie zugegeben werden, halten die Paraffinflocken jedoch so klein, dass der Kraftstoff bis zu den genannten Minusgraden filtrierbar bleibt.

Kraftstoffanlage rechtzeitig trocken legen
Der Ausfall von Dieselfahrzeugen ist aufgrund der hohen Qualität des Winterdiesels nur in den seltensten Fällen auf den Kraftstoff zurückzuführen. Die häufigste Ursache ist vielmehr ein Einfrieren des Kraftstofffilters. Im Laufe des Jahres sammelt sich in der Kraftstoffanlage Kondenswasser. Jenseits des Gefrierpunkts wird aus dem feuchten Filter dann eine Eisbarriere, die den Kraftstofffluss reduziert oder sogar ganz verhindert. Der routinemäßige Wechsel des Kraftstofffilters und das Trockenwischen des Filtergehäuses gehören deshalb zum Pflichtprogramm, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Möglichst nicht auf der Straße parken
Ein Parkplatz in der Garage ist im Winter die beste Option. Die zweite Wahl ist dann eine windgeschützte Stelle, denn im Freien platzierte Fahrzeuge sind dem so genannten „Windchill“ ausgesetzt. Dieser Windchill führt zu einer extremen Auskühlung des Fahrzeugs bis hin zur Außentemperatur. In extrem kalten Nächten kann also der Parkplatz über einen problemlosen Start oder den Anruf beim Pannendienst entscheiden.

Finger weg von Fließverbesserern
Die früher übliche Beimischung von Benzin oder Petroleum ist Gift für moderne Dieselmotoren, vermindert die Schmierfähigkeit und verursacht so unter Umständen dauerhafte Schäden. Auch so genannte Fließverbesserer, die nachträglich dem kalten Kraftstoff beigemischt werden, sind keine geeignete Maßnahme. Im besten Fall zeigen sie keine Wirkung und kosten den Verbraucher lediglich Geld. Aus der Praxis der Aral Forschung berichtet Wolfgang Dörmer sogar von einem negativen Effekt: „Dieselkraftstoff enthält schon die Additive, die für seine Kälteeigenschaften erforderlich sind. Zu viele Additive im Diesel können dazu führen, dass diese mit den Paraffinen verklumpen und sich als dicker so genannter ‚Gatsch‘ auf dem Boden des Dieseltanks absetzen. Wird dieses Gemisch dann angesaugt, ist eine Verstopfung von Filtern und Leitungen des Kraftstoffsystems und damit der Ausfall des Fahrzeugs kaum noch zu vermeiden.“

Auf die richtige Mischung kommt es an
Wenigfahrer sollten im Hinterkopf behalten, dass vor Mitte November getankter Kraftstoff noch keine Winterqualität hat. Werden dann nur einige Liter nachgetankt, erfüllt das Gemisch noch nicht die gewünschten Kälteeigenschaften.

Bei extrem niedrigen Temperaturen nicht volltanken
Bei modernen Dieselmotoren wird nur ein geringer Teil des zum Motor geförderten Kraftstoffes zur Verbrennung eingespritzt. Der überwiegende Teil des Kraftstoffs läuft zurück in den Fahrzeugtank und erwärmt dort den Kraftstoffvorrat. Bei extrem niedrigen Temperaturen sollten Dieselfahrer deshalb nicht bis zum Maximum volltanken, denn eine geringere Kraftstoffmenge im Fahrzeugtank wird durch den Rücklauf schneller erwärmt und die vorhandenen Paraffine lösen sich leichter auf.

Die gesetzlichen Vorgaben für den Verkauf von Diesel im Überblick:
1. März bis 14. April: Übergangsware mit einer Kältefestigkeit bis minus 10 Grad Celsius
15. April bis 30. September: Sommerdiesel mit einer Kältefestigkeit bis 0 Grad Celsius
1. Oktober bis 15. November: Übergangsware mit einer Kältefestigkeit bis minus 10 Grad Celsius
16. November bis 28./29. Februar: Winterdiesel mit einer Kältefestigkeit bis minus 20 Grad Celsius
Quelle: Aral AG