Nielsen ShopperTrends 2012: Komplexes Käuferverhalten besser verstehen

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Wie groß ist die Bereitschaft des Lebensmittelkunden für besondere Produkte einen höheren Preis zu bezahlen?

Im Lebensmittelsegment entscheidet nicht allein der Preis über die bevorzugte Einkaufsstätte der Verbraucher
 
Das Informations- und Medienunternehmen Nielsen ist der Frage nachgegangen, wie der Käufer im Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2012 „tickt“ – z. B. welche Aspekte seine Wahl der bevorzugten Einkaufsstätte beeinflussen und welche Einstellungen  er zu den Lebensmittelpreisen hat.

„Fragt man den Verbraucher direkt, dann ist zunächst immer der Preis der ausschlaggebende Faktor“, erläutern Michelle Vedder, Handelsexpertin und Sebastian Richter, Experte für Shopper- und Konsumentenforschung bei Nielsen. „Für den Einzelhändler ist es jedoch entscheidend zu erkennen, welche Aspekte neben dem Preis die Verbraucher in eine Einkaufsstätte führen und zu einem Produkt greifen lassen.

Die Einkaufsatmosphäre ist für viele Kunden wichtig. Hinweis: Um die Grafik deutlicher lesen zu können, klicken Sie bitte auf die Grafik und stellen den Zoom-Faktor (Menue Ansicht / Zoom) in dem sich öffenenden Fenster nach Ihrem Bedarf ein.

Die von Nielsen erforschten „ShopperTrends 2012“ belegen dagegen, dass der Preis bei der Wahl der Einkaufsstätte keine so große Rolle spielt wie die Verbraucher auf direkte Nachfrage angeben. Fragt man die Verbraucher, wo sie besonders gerne einkaufen und warum, dann steht das Thema „Angenehme Einkaufsatmosphäre“ ganz oben auf der Prioritätenliste, gefolgt von „hochwertige, frische Produkte“ sowie „alle Produkte in einem Geschäft erhältlich“. Und auch die Auswahl an „nachhaltigen, gesunden und biologisch angebauten Produkten“ ist faktisch vielen Verbrauchern wichtig.

Wie groß ist die Bereitschaft des Lebensmittelkunden für besondere Produkte einen höheren Preis zu bezahlen?

Die ShopperTrends 2012 zeigen beispielsweise, dass trotz einer insgesamt positiven Konsumstimmung der Preis bei den Verbrauchern immer noch ein wichtiger Entscheidungsfaktor dafür ist, was im Einkaufskorb landet. Preissenkungen sind die beliebteste Promotionform – 84 Prozent der Befragten bevorzugen diese gegenüber anderen Angebotsformen. 44 Prozent der Befragten glauben zudem, die meisten Preise regelmäßig gekaufter Produkte zu kennen und immer zu bemerken, wenn sich ein Preis ändert. Die Preisorientierung der Verbraucher scheint auf den ersten Blick auch nicht ohne weiteres überwindbar: Bei Bio, Fairtrade und Produkten aus nachhaltiger Erzeugung werden höhere Preise in einem gewissen Rahmen zwar vielfach akzeptiert, aber nur eine Minderheit gibt an, auch erhebliche Preisaufschläge zu tolerieren.

Die Mehrheit der Verbraucher rechnen mit steigenden Preisen im LEH

Die große Mehrheit der Befragten (85 Prozent) ist zudem davon überzeugt, dass die Preise für Lebensmittel in Deutschland steigen und richtet ihr Einkaufsverhalten entsprechend aus, zum Beispiel durch den vermehrten Kauf von Sonderangeboten. Für die aktuelle Studie des weltweit führenden Anbieters von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern wurden Lebensmittelkäufer in mehr als 50 Ländern weltweit befragt, davon in Deutschland 1.500 Personen. (Quelle und Copyright Grafiken: nielsen.com)

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