Brauchen wir 2030 noch Tankstellen?

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  • Welche Rolle werden Tankstellen in Zukunft spielen?
  • Welche Veränderungen kommen auf die Tankstellen zu?
  • Wie sieht der Markt in den kommenden 20 Jahren aus?

 

Wenn man den diversen Säuen hinterherrennt, die in regelmäßigen Abständen durchs deutsche Dorf getrieben werden, könnte man die Tankstellenbranche eigentlich nur noch abschreiben, bewertet der bft (Bundesverband Freier Tankstellen). Einmal ist Wasserstoff die Zukunft, dann ist es die Brennstoffzelle, später Brennstoffzelle mit Wasserstoff und nicht zu vergessen: Biokraftstoffe unterschiedlicher Generationen und natürlich die Elektromobilität. Das sind wirklich spannende Themen. Bei Biokraftstoffen haben die Mitglieder des bft große Erfahrungen sammeln können, schließlich hatte der bft das größte Biodieseltankstellennetz!

 

Welche Rolle wird aber in Zukunft die Tankstellen spielen? Welche Veränderungen wird es geben? Und was wird sich wirklich in den kommenden 20 Jahren in unserem Markt tun?

 

Diese Fragen haben den bft-Vorstand bewogen, über seinen Dachverband MEW (Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland) eine Studie in Auftrag zu geben, die die Rolle der Tankstellen in Zukunft beleuchtet. Das Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin hat diese Studie erarbeitet und am 14. November 2011 gemeinsam mit der MEW veröffentlicht. Sie finden die Studie zusammen mit seinem MEW-Positionspapier zur Studie auf der Website www.bft.de .

 

Kernaussage der Studie, die auf fundierten Recherchen im Bereich alternativer Antriebe der Zukunft beruht, ist, dass in 2030 immer noch 84 % aller Kraftstoffe über die klassische Tankstelle verkauft werden. Diese Aussage ist von großer Bedeutung. Die vielen Hype-Themen suggerieren immer wieder, dass die Tankstellenbranche ein Auslaufmodell sei. Prognosen über eine angeblich stark zunehmende Auto-Abstinenz junger Menschen soll diese These noch untermauern.

 

Solche Thesen entsprechen aber nicht der Realität, wie die Studie deutlich zeigt. Vielmehr offenbare die Studie auch die Schwächen der Alternativen zu fossilen Kraftstoffen in aller Offenheit, erläutert der bft. So ruft sie insbesondere bei der Einführung neuer Antriebs- und Kraftstoffarten zu großer Wachsamkeit auf, um nicht neuen Oligopolen, z. B. der Energieversorger Vorschub zu leisten.

 

Der bft-Vorstand mahnt deshalb, dass Hype-Themen zunehmend Rating-Analysten verunsichern könnten. Die Studie wird helfen, dieser Verunsicherung und damit der pauschalen Abwertung der Branche entgegenzuwirken, ist der bft überzeugt. Sie sollte deshalb allen interessierten Kreisen zugänglich gemacht werden.

 

Da die Studie nach nach Erkenntnis des bft die erste objektive Aufarbeitung dieses bisher nahezu ausschließlich durch einzelne Interessengruppen getriebenen Themas Zukunftskraftstoffe und Zukunftsantriebe sei, sollte sie deshalb allen interessierten Kreisen zugänglich gemacht werden (Quelle: bft).

 

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