GTÜ-Test: Spezielle Reiniger für die Scheibenwaschanlage sorgen im Sommer für optimalen Durchblick

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Neun Konzentrate auf dem Prüfstand. Gute Reinigungsleistung muss nicht teuer sein

  

Je sonniger der Sommer, desto dreckiger die Autoscheibe. Eine einfache Formel mit fatalen Folgen. Insektenreste verkleben das Sichtfeld. Reifenabrieb, Ölpartikel, Bremsstaub und Dieselruß bilden zusätzlich eine hartnäckig haftende Schicht. Jetzt sind leistungsstarke Sommerscheibenreiniger im Wischwasserbehälter des Autos gefragt. Produkte also, die im richtigen Mischungsverhältnis mit Wasser den typischen Schmutz der heißen Saison schnellstens lösen und mit möglichst wenigen Wischvorgängen wieder freie Sicht schaffen.

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hat gemeinsam mit dem ACE Auto Club Europa neun gängige Sommerscheibenreiniger auf ihre Wirkung hin untersucht und dabei gravierende Unterschiede festgestellt. Sieger nach Punkten wurde cw 1:100 von Dr. Wack, dicht gefolgt vom Sonax Xtreme Scheibenreiniger 1:100 Nano Pro und Aral Klare Sicht Sommer 1:100, allesamt Produkte, die im GTÜ-Test das Prädikat sehr empfehlenswert bekamen.

 

Dass sehr gute Sommerscheibenreiniger nicht mal teuer sein müssen, beweisen die drei Testsieger. Bezogen auf ihren Preis pro Liter Fertigmischung lagen Aral, Sonax und Dr. Wack mit 26 bis 34 Cent im preisgünstigen Mittelfeld. Diese drei Topprodukte lieferten auf einem speziell dafür eingerichteten Prüfstand die beste Reinigungsleistung.

 

 

(Weg mit dem Fliegendreck auf der Autoscheibe)

 

 

Als empfehlenswert wurden der Rangfolge nach Nigrin Scheibenklar 1:100 BioTec Super-Konzentrat, RS 1000 Klare Sicht 1:100 Konzentrat Windscreen Cleaner und Jet Scheibenklar Sommer Konzentrat 1:100 eingestuft. Die GTÜ-Prüfer unterschieden bei dem Test zwischen Stadt und Land mit unterschiedlichen Schmutzarten. Bei Stadtfahrten dominieren Staub, Ruß und Partikel, bei Fahrten über Land die noch hartnäckigeren Insektenrückstände.

Die Tester der Stuttgarter Kfz-Prüf- und Sachverständigenorganisation bewerteten neben der Reinigungsleistung der Scheibenreiniger auch deren Anwendung und ihre Verträglichkeit mit Lack, Kunststoff, Hartwasser und Alkohol. Lackschäden richtete keines der getesteten Produkte an. Genauso erfreulich die Prüfung auf Alkoholstabilität. Hier kommt es darauf an, dass bei der in der Übergangszeit nahezu zwangsläufigen Vermischung zwischen Sommer- und alkoholhaltigem Winterscheibenreiniger im Waschwasserbehälter keine Feststoffe ausfallen, die zu Verstopfungen von Scheibenwaschdüsen oder Leitungen führen könnten.

 

Um die Vermeidung von Schäden geht es auch bei der Hartwasserstabilitätsprüfung. Die soll zeigen, ob Sommerscheibenreiniger in Verbindung mit sehr kalkhaltigem Wasser den Kalk lösen und so die Waschanlage außer Gefecht setzen können. Beim Hartwasser patzten im GTÜ-Test allerdings zwei nicht empfehlenswerte Anbieter, die auch Probleme hinsichtlich ihrer Kunststoffverträglichkeit zeigten. Denn sie verursachten Risse auf Polycarbonat beziehungsweise Plexiglas. Materialien, die für Blinker und Scheinwerferabdeckungen üblich sind. Alle anderen Produkte erhielten bei den Verträglichkeitsprüfungen die volle Punktzahl (Quelle und Foto: gtü.de)

 

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